Schlüssel zu einem effizienten Gebäudemanagement

Mit selbst entwickelten Automationskonzepten, die das Leben zu Hause oder im Unternehmen leichter machen, unterstützt die CKW (Centralschweizerische Kraftwerke AG) Privat- und Geschäftskunden auf dem Weg zur passenden und intelligenten Gebäudeautomation. Von der Planung über die Realisierung bis hin zu Wartung und Service werden hier Lösungen angeboten, die auf den Kunden optimal zugeschnitten sind.

Als Gebäudeautomation bezeichnet man die Gesamtheit von Überwachungs-, Steuer-, Regel- und Optimierungseinrichtungen in Gebäuden, die zugleich ein wichtiger Bestandteil des technischen Facility Management ist. Funktionsabläufe werden gewerkübergreifend automatisch, nach vorgegebenen Einstellwerten (Parametern) ausgeführt, um deren Bedienung beziehungsweise Überwachung zu vereinfachen. Das Vernetzen und Eliminieren von Schnittstellen gehört zu den Hauptaufgaben von CKW, und das oberste Ziel ist stets, ein Gebäude ohne Komforteinbussen im sicherheitstechnischen und energetischen Optimalzustand zu halten. Mit den Gebäudeautomationslösungen von CKW wird die gesamte Gebäudetechnik von den Erzeugungsanlagen (Heizung, Lüftung, Klima) im Keller bis zum Verbraucher (Beleuchtung, Beschattung, Raumklima) im Raum zentral auf einer Oberfläche geregelt, bedient und überwacht. Ein zentrales Leitsystem optimiert durch die Kommunikation mit den anderen Gewerken den Betrieb, minimiert Schnittstellen, entlastet das Facility Management und erhöht die Betriebssicherheit. Das Ergebnis ist ein Zeit- und kostensparendes Gebäudemanagement von hochstehender Qualität. Wir sprachen mit Julian Lehner von CKW über die komplexen Anforderungen an eine optimale Gebäudeautomation.

Herr Lehner, welche Herausforderungen stellen sich im Rahmen der Gebäudeautomation?

Durch die steigende Komplexität im modernen Gebäude und die teilweise vorgeschriebenen Massnahmen in Bezug auf Energieeffizienz und Vereinfachung der Bedienung (Effizienzsteigerung beim technischen Facility Management) steigen die Anforderungen an die elektrische Gebäudetechnik und somit an die Gebäudeautomation. In bestehenden Bauten wurden die einzelnen Gewerke separat betrachtet, und die Kommunikation zwischen den Gewerken hat nur bedingt stattgefunden. Ein Facility Manager bewegt sich auf Störungssuche quer durch das Gebäude, bis er die Ursache gefunden hat. Eine Gebäudeautomationslösung verschafft einem mittels einer zentralen Kontroll- und Bedieneinheit den Überblick über alle Gewerke der Gebäudetechnik und vereinfacht so die Betreuung derselben.

Durch welche Kompetenzen überzeugt Ihr Haus als Anbieter im Bereich der Gebäudeautomation?

Wir von CKW verstehen die elektrische Gebäudetechnik als Ganzes und erarbeiten die für den Kunden geeignete, massgeschneiderte Lösung und setzen diese auch gleich um.
Bei einem Projekt mit CKW profitiert der Kunde von jahrelangem Know-how in allen Bereichen der elektrischen Gebäudetechnik. Durch unsere produkteneutrale Beratung suchen wir gemeinsam mit dem Kunden die für ihn passende Lösung.

Ein Gebäude hat eine lange Lebensdauer, und deshalb sollte aus unserer Sicht jedes Gebäude, welches heute geplant wird, mindestens so vorbereitet werden, dass der Nachbau eines Gebäudeautomationssystems möglich ist, sofern es nicht sofort ausgerüstet wird.

Braucht es noch weitere technische Entwicklungen, um die heutige Gebäudeautomation noch effizienter zu gestalten?

Grundsätzlich sind die technischen Werkzeuge vorhanden. Um jedoch die Energieeffizienz weiterzubringen, müssen die Bereiche E-Mobility, Energiemanagement und Energiespeicher weiterentwickelt werden. Auch die weitere Verbreitung eines Standards für die Kommunikation mit anderen Gewerken spielt dabei eine wichtige Rolle.

Wie kann Gebäudeautomation dabei helfen, Energie zu sparen?

Gebäudeautomation kann durch das zentrale «Hirn» und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Gewerken einen grossen Teil zur Energieeffizienz beitragen. So kann sie den Energiefluss durch eine Priorisierungssteuerung optimal verwalten. Unnötig eingeschaltete Verbraucher können zurückgefahren oder ganz ausgeschaltet werden. Als einfachstes Beispiel gilt der Zentralbefehl. Dieser kann manuell oder per Zeitschaltprogramm jeden Abend ausgelöst werden, um vergessene Beleuchtungsgruppen auszuschalten oder das Raumklima um einige Grad retourzufahren. Dies verhindert unnötigen Energieverlust.

Lassen Sie mich ein weiteres Beispiel anführen: Ein Sitzungszimmer wird zwei Tage nicht benutzt. Ohne Gebäudeautomation wird das Sitzungszimmer auf der eingestellten Raumtemperatur gehalten, was zu unnötigem Energieverbrauch führt. Mit Gebäudeautomation meldet das Reservationssystem oder ein Präsenzmelder, welcher bei Anwesenheit die Helligkeit der Beleuchtung reguliert, dass sich seit einiger Zeit niemand mehr im Raum befindet, und fährt die Heizung auf den vordefinierten Wert zurück.

Welche Trends werden die Gebäudeautomation aus Ihrer Sicht auf lange Zeit prägen?

Die wichtigsten Themen in den nächsten Jahren werden die Steuerung der Energieflüsse und das Eigenverbrauchsmanagement sein. Wir setzen heute schon Lösungen um, die den Eigenverbrauch von Solarstrom im Gebäude optimieren.

Centralschweizerische Kraftwerke AG