Das rahmenlose Schiebe-Dreh-System SL 25 gibt den einzigartigen Ausblick ohne Einschränkungen frei und lässt sich flexibel öffnen und schliessen. (Foto: Solarlux GmbH)

Wohnhochhäuser hatten lange ein schlechtes Image. Sie wurden mit 60er-Jahre-Komplexen des sozialen Wohnungsbaus assoziiert. Dass sie als exklusiver Wohnraum gelten, war unvorstellbar. Doch die Bevölkerungsdichte und der Flächenmangel forcierten Städte in die Höhe zu bauen. Die innerstädtische Nachverdichtung brachte den Hochhaus-Trend auch nach Deutschland. Welche Vorteile grosse Wohnhäuser mit sich bringen, zeigt Skyline Living in Stuttgart.

Im Gegensatz zu den USA oder Asien spielte das Wohnhochhaus als urbane Wohnform in deutschen Städten lange Zeit keine Rolle. Erst seit wenigen Jahren ist ein Anstieg der Bautätigkeit in diesem Segment festzustellen. Grund dafür sind neben der Flächenknappheit die veränderten gesellschaftlichen Trends. Denn was heute in vielen deutschen Grossstädten errichtet wird, unterscheidet sich grundliegend von den damaligen Plattenbauten. Die heutigen Wohnhochhäuser sind als Premiumobjekte konzipiert und punkten mit zentralen Lagen, grosszügigen Grundrisse und einer luxuriösen Ausstattung. Ebenfalls im Trend ist das kombinierte Nutzungskonzept, in dem ein Quartier Arbeiten, Wohnen und die Gastronomie vereint. Kurze Wege sowie ein geringer Grundflächenverbrauch machen es zu einem Modell der Zukunft.

Durchdachtes Gebäudekonzept
Ein Paradebeispiel für ein neues Stadtquartier ist das Projekt Skyline in Stuttgart. Auf höchstem Niveau entstand im Stadtteil «City Prag» im Stuttgarter Norden ein Gebäudeensemble, das Leben und Arbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft ermöglicht. Das Areal bietet neben den kulturellen Angeboten von Theaterhaus und Varieté einen direkten Zugang zu einem der attraktivsten Naherholungszonen in Stuttgart. Die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmittel, Car-Sharing-Angeboten und der Schnellstrasse runden die bevorzugte Lage ab. Bestandteil des Komplexes ist ein 75 Meter hoher Wohnturm «Skyline Living» und ein sechs geschossiges Bürogebäude «Skyline Office». Zwischen den Gebäuden befinden sich ein begrünter Innenhof mit Freizeit- und Spielflächen sowie eine Aussenterrasse für den Gastronomiebereich.

Mit rund 75 Metern und 22 Etagen gehört das Skyline Living zu den höchstgelegenen Wohnflächen Stuttgarts. Auf ein Restaurant im Erdgeschoss folgen sechs Etagen mit 72 möblierten Business-Appartements, die für Geschäftsleute eine Alternative zum Hotel bieten. In den darüber liegenden Etagen befinden sich 72 Wohnungen mit einer hochwertigen Ausstattung wie etwa bodentiefe Fenster, Parkettböden mit Fussbodenheizung, sowie grosszügige Wohn- und Essbereiche. Zwei Panorama-Penthaus-Wohnungen im 21. Stock bilden den Abschluss des Gebäudes. Highlight der Wohnungen ist der erstklassige Ausblick. Die bodentiefen Verglasungen gewähren grosszügige Blicke in die Umgebung wie etwa die Weinberge rund um den Killesberg, den Stuttgarter Fernsehturm und das Neckartal.

Über den Dächern von Stuttgart
Mieter der Eckwohnungen oder Penthäuser können den Ausblick auch mit Freiluftcharakter geniessen. Balkone geben den Blick auf die Höhepunkte der Stadt frei. Um die Balkone auch in den höheren Geschossen ohne Einschränkungen nutzen zu können, entschied sich der Bauherr des Skyline-Komplexes, die Bülow-AG, für einen Ganzglas-Wetterschutz, der gleichzeitig vor Lärm abschirmt. Dennoch sollte der offene Charakter der Balkone erhalten bleiben. Realisiert wurde diese flexible Lösung mit dem rahmenlosen Schiebe-Dreh-System SL 25 von Solarlux. Auf die gläserne Brüstung montiert, lassen sich die Scheiben einzeln zur Seite verfahren und zu einem fest fixierten Paket im rechten Winkel aufdrehen, das auch bei starken Windstössen sicher ist.

Die geschlossenen Scheiben machen den Balkon selbst bei schlechtem Wetter zu einem angenehmen Aufenthaltsort und tragen sogar zur Nachhaltigkeit des Gebäudes bei. Obwohl die Verglasung nicht wärmegedämmt ist, schafft sie in Verbindung mit der Balkontiefe einen thermischen Puffer, der dafür sorgt, dass an kühleren Tagen vorgewärmte Frischluft in den Wohnraum hineingelassen werden lassen kann. Im Sommer verhindert das Öffnen der Verglasung eine Überhitzung. Ein weiterer Vorteil ist die Langlebigkeit der Bausubstanz. Im geschlossenen Zustand ist der Balkon vor Witterungseinflüssen geschützt – die aufwändige Instandhaltung entfällt. Insgesamt wurden 78 Balkone mit 702 Glaselementen ausgestattet, die sich im Zusammenspiel mit der transparenten Brüstung optimal in das Gestaltungskonzept der Fassade einfügen.

Individuelles Zusammenspiel
Ein Spiel aus Wandscheiben, die geschossweise versetzt sind und hinsichtlich Material, Farbgebung und Format variieren, prägen die Fassade. Die Geschossdecken sind durch helle, horizontale Bänder hervorgehoben. Diese sind, ebenso wie die hellen Wandelemente, als hinter lüftete Verkleidung in Aluminium ausgeführt und beherbergen den Sonnenschutz. Durch das Zusammenspiel von Vertikalen und Horizontalen wird der Eindruck einer dreidimensionalen Struktur erzeugt. Die dunklen Wandscheiben treten zusammen mit den Fenstern und der Balkonverglasung in den Hintergrund. «Beide Gebäude sollten eine eigene Identität bekommen und die unterschiedlichen Nutzungen auch nach aussen vermitteln, zugleich aber als harmonisches Ensemble wahrgenommen werden», erläutert der Architekt Mark Pfeifer der Bülow AG. Zusätzlich sollten sie sich in das städtebauliche Konzept der «City Prag» einfügen, das auf den Entwürfen des Architekturbüros Steidle aus den Jahren 1990 und 2002 basiert. Dieses sieht eine Gliederung der Bebauung in einzelne Blöcke vor, in deren Mitte sich das Theaterhaus Stuttgart in einem historischen, denkmalgeschützten Fabrikgebäude befindet.

In einem ausgeschrieben Wettbewerb zum Entwurfskonzept für dieses Projekt überzeugte StructureLab, in dem sie die Vorgaben des städtebaulichen Rahmenplans in überzeugender Weise umsetzten. Der Freiraum des neuen Gebäudekomplexes greift die städtebauliche Figur der Architektur auf. Die exponierte Lage an der Stresemannstrasse im Übergang zur «City Prag» wird durch eine klare, ausdrucksstarke Gestaltung unterstützt. Die Architekten Daniel Baukus und Mark Pfeifer der Bülow AG sind von dem Gesamtkonzept Skyline überzeugt: «Die durch die Architektur entstandenen unterschiedlichen Bereiche werden qualitativ aufgewertet und durch eine einheitliche Struktur miteinander verknüpft. Eine mittig angeordnete Grünfläche greift die architektonische Gestaltungsstruktur auf.» Die Architektur des Gebäudes sowie das Innenraumdesign sorgen mit hochwertigen Materialien dafür, dass Skyline Living als Premiumobjekt gesehen wird. Das exklusive Wohnhochhaus in bester Lage erinnert keinesfalls an die alt bekannten Plattenbauten und folgt dem Trend der einzigartigen Wolkenkratzer. Grund dafür ist neben der originellen Aussenfassade die komfortable Ausstattung. Dazu zählt auch die bewegliche Glasfassade der Balkone.

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