Die Komplettbadserie Duravit No.1 überzeugt mit puristisch-moderner, zeitloser Optik sowie einem kompakten, klaren und umfassenden Produktprogramm.

Die reine Funktion der «Nasszelle» war gestern. Wer heute ein modernes Bad realisieren will, sucht nach Räumen, die Atmosphäre, Technik, Design und Entspannung unter einen Hut bringen. Zudem gibt es bei jedem Bad individuelle Herausforderungen. Wir führten dazu ein Hintergrundgespräch mit Markus Wasser, Geschäftsführer von Duravit in der Schweiz, und ein Interview mit Stephan Tahy, dem CEO der Duravit AG. 

Das Bad von heute präsentiert sich schon lange nicht mehr im Standardlook. Gerade im Hinblick auf Design, Farbe und Materialität gibt es viele Möglichkeiten. Hersteller gehen immer weiter auf die Wünsche der Anwender ein. Vor allem im Eigenheimbereich spüren Anbieter hohe Ansprüche an die Ausstattung der Bäder, die heute manchmal eher Wellness-Tempeln gleichen.

Es gilt aber nicht nur auf die Wünsche der Kunden zu achten, sondern als Anbieter in Beratungsgesprächen proaktiv zu agieren. Markus Wasser betont dazu: «Wichtig ist dabei für uns, die Bedürfnisse der Kunden einzuholen, gleichzeitig aber auch einen Blick in die Zukunft der neuen Badbesitzer zu werfen.» Es macht einen Unterschied, ob sich in dem Bad Kinder tummeln oder die Silver Generation sich ihrer Körperpflege widmet. Folglich sind Beratung und das Zuhören wichtige Bausteine eines Entscheidungsprozesses in Richtung passende Badelösung. Die Ausstellung in Othmarsingen bietet hier praktische Entscheidungshilfe, um das individuelle Traum-Bad zu finden und zu gestalten.

Dazu kommen Innovationen im Bereich der Materialität. Markus Wasser verdeutlicht den Wandel: «Die heutige Technik lässt es zu, dass die Keramik immer dünner und mit kleineren Radien hergestellt wird. Duravit hat mit DuraCeram® einen Werkstoff entwickelt, der zudem noch erhöhte Schlagfestigkeit und Formbeständigkeit bietet.» Aus diesem Grund verfügt der Badeanbieter in den Bereichen Design und Formsprache über neue und vielfältige Möglichkeiten.

Auch die Themenfelder Reinigung und Hygiene benötigen immer wieder neue Innovationen und haben durch die Pandemie noch an Wichtigkeit gewonnen. Markus
Wasser führt ein konkretes Beispiel aus: «Mit unserer WonderGliss-Beschichtung fliessen Rückstände wie Schmutz und Kalk einfacher ab, wodurch sich weniger
Ablagerungen bilden.» Die Folgen sind erfreulich: ergo weniger putzen, mehr Zeit für Spass im Bad!

Und es gibt noch weitere Beispiele: Hygiene Glaze 2.0, eine innovative Keramikglasur, erreicht im Bereich von WCs und Urinalen einen neuen Hygienestandard, Bakterien und Keime werden fast zu 100 Prozent eliminiert. Die Glasur ist nicht nur ausserordentlich effektiv, sondern wirkt auch besonders schnell.

Über Nachhaltigkeit reden und schreiben heute viele. Markus Wasser betont demgegenüber klar: «Wir leben sie! Deshalb arbeiten wir auch nach wie vor mit Sanitärkeramik.» Keramik ist eine der ältesten Kulturtechniken überhaupt. Porzellan ist in China seit 11’000 Jahren bekannt und basiert noch heute auf den gleichen, natürlichen und regenerativen Grundstoffen wie Ton, Kaolin, Feldspat und Quarz. «Mittels unserer umweltschonenden Produktionstechniken und strengen Qualitätskontrollen werden daraus extrem langlebige Produkte», gibt sich Markus Wasser überzeugt.

Last, but not least geht es auch um die zukünftige Digitalisierung im Bad. Die Zukunft und neue Technologien sind schon präsent. «Einerseits fällt mir natürlich sofort unsere App im Bereich SensoWash (Dusch-WCs) ein. Individuelle Einstellungen können einfach über das Smartphone vorgenommen werden». Für die Verantwortlichen bei Duravit ist es wichtig, dass Technologie im Badezimmer nicht im Vordergrund steht, sondern komfortstiftend integriert wird.

FÜNF FRAGEN AN STEPHAN TAHY
Sie sind jetzt seit etwas mehr als anderthalb Jahren bei Duravit. Welche Ihrer Vorstellungen hat sich bisher bestätigt und welche Vermutung wurde komplett widerlegt?
Ich bin positiv überrascht, wie dynamisch dieses Unternehmen ist. Obwohl oder wie ich jetzt weiss, haben wir grosses Potenzial für die Zukunft, gerade weil unsere Wurzeln auf Tradition und Handwerk beruhen. Die Mitarbeitenden haben viele Ideen und sind offen für Neues. Um nur ein Beispiel zu nennen: Franziska Wülker, Head of Research & Development, hat in einem Wettbewerb neben ihrer normalen Tätigkeit für Duravit eine Weltraumtoilette entwickelt und dafür von der US-Raumfahrtbehörde NASA als einzige Einzelperson unter mehreren amerikanischen Teams einen Preis erhalten. Das «Lunar Loo» funktioniert sowohl in der Schwerelosigkeit als auch auf dem Mond.

Unsere Produkte sind auf den ersten Blick reine Gebrauchsgegenstände. Wer genauer hinschaut, entdeckt jedoch, wie viel mehr sich diese Marke und dieses Unternehmen aus sich selbst heraus entwickelt – aus den Produkten, den Materialien und den Menschen. Das Unternehmen Duravit steht für Design, für Handwerkskunst, für Langlebigkeit und für Exzellenz.

Was sind Ihre Ziele mit Duravit und wie wollen Sie diese erreichen?
Mein Ziel ist es, Duravit in die Zukunft zu führen und dauerhaft erfolgreich zu machen. Um das zu schaffen, gilt es beispielsweise bestehende Absatzmärkte mit grossem Wachstumspotenzial wie Europa, China und den USA weiter auszubauen und zu erobern. Dabei sehe ich dieses Unternehmen auch in zehn Jahren als eine starke Marke mit traditionellen Produkten, die weiterhin höchste Qualitäts- und Designansprüche erfüllen und von Experten verbaut werden. Ergänzend vorstellbar sind für mich in der Zukunft dabei durchaus Add-ons wie smarte Services etwa zur Gesundheit.

Mit der Akquisition der Marke Bernstein und des «Bernstein-Badshops» haben wir das pandemiebedingt deutlich höhere Bedürfnis nach Online-Shopping erfüllt. Gleichwohl bleibt innerhalb der zwei Markenstrategien unser Ankerpunkt mit der Marke Duravit weiterhin der klassische Vertrieb mit der einzigartigen Beratungskompetenz des Gross- und Fachhandels. Denn das Unternehmen in die Zukunft zu führen, heisst zwar, mutig zu sein, auch mal unkonventionelle Mittel zu wählen, aber gleichzeitig, Bewährtes zu bewahren.

Welche Rolle spielt die Belegschaft bei Ihren ambitionierten Plänen?
Für mich stehen die Mitarbeitenden klar im Fokus. Und die sind massiven Veränderungen unterworfen, vor allem was das hybride Arbeiten betrifft. Mein Job ist es, ihnen die volle Entfaltung zu ermöglichen, eine Vision aufzuzeigen und sie damit in die Zukunft zu begleiten. Wir schaffen die Rahmenbedingungen, um dort, wo es möglich ist, auch nach der Corona-Pandemie eine Hybridform aus Home Office und Büroarbeit umzusetzen. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen. Das schafft zwar mehr Flexibilität für unsere Mitarbeitenden, allerdings ist hier zeitgleich ihre Eigenverantwortung gefragt, um eine gesunde Balance zu wahren. Wir als Arbeitgebende hingegen sind gefragt, uns stärker zu kümmern und Mitarbeitende stärker zu unterstützen und zu fördern.

Ich pflege nach Möglichkeit zu allen Mitarbeitenden einen direkten Kontakt. Besonders wichtig ist mir ein enger Austausch mit den Mitarbeitenden in der Produktion. Denn genau dort entstehen unsere Produkte, der Kern unserer Marke. Dabei ist es egal, ob ich mir unseren eher traditionellen Stammsitz in Hornberg oder unser vollautomatisiertes Werk in China anschaue – den Unterschied machen die Menschen mit ihrem seit Jahrzehnten weitergegebenen Know-how und ihrer Passion. Um noch genauer hinhören zu können, haben wir das Format «Auf ein Wort mit» ins Leben gerufen und die Mitarbeitenden gebeten, sich mit ihren Fragen und Wünschen
direkt an mich zu wenden. Ich will wissen, wo der Schuh drückt, und in den direkten Austausch gehen.

Sie möchten bis 2045 klimaneutral werden. Wo liegen die Gründe und wie wollen Sie dies erreichen?
Nachhaltigkeit ist mir sehr wichtig. Zum einen, weil ich bei diesem Thema unsere gesamte Gesellschaft in der Verantwortung sehe. Da nehme ich uns als Unternehmen nicht aus. Und zum anderen auch, weil Nachhaltigkeit – insbesondere für junge Kundschaft – ein elementarer Aspekt in der Kaufentscheidung ist. Also arbeiten wir permanent daran, den Ressourcen-und Rohstoffverbrauch ebenso wie die Emissionen so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig unserer sozialen Verantwortung global und regional nachzukommen: In der Produktion in Hornberg kommt ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz. Schon heute bereiten wir Wasser aus der Produktion auf und verwenden es erneut. Darüber hinaus stehen wir für eine «locals-for-locals production», um so aufwendige Transportwege zu minimieren.

Das reicht mir aber nicht! Deswegen haben wir uns Unterstützung von Porsche Consulting geholt. Gemeinsam erarbeiten wir eine konkrete Nachhaltigkeitsstrategie, mit der wir bis 2045 ausschliesslich klimaneutral handeln werden. Das ist ein langer Weg, denn die Produktion unseres Basismaterials Keramik ist energieintensiv. Wir müssen also grosse technologische Umstellungen vornehmen. Zudem werden wir uns nicht allein auf die Kompensation von CO2-Emissionen verlassen. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, um nachhaltig zu produzierten, sind also enorm. Aber wir wollen das dennoch schaffen – nicht nur für uns, sondern vor allem für die nächsten Generationen.

Was kann ein gestandener CEO von jungen Unternehmen und Start-ups lernen?
Wir können uns bei Start-ups vieles abschauen, etwa was New Work betrifft. Aber auch agiles Vorgehen wird immer wichtiger, nicht nur in IT-Unternehmen. Für uns geht es darum, nicht zu lange zu planen, sondern einfach mal zu machen und dann gegebenenfalls nachzujustieren. Crossfunktionales Arbeiten hat für uns bei Duravit viel Potenzial, deshalb fördern wir es bereits durch entsprechende Massnahmen und Projekte wie etwa unsere Nachhaltigkeitsstrategie. Dabei unterstützt uns der Austausch mit Dritten, wie wir ihn beispielsweise als Mitglied im Maschinenraum führen, stets den Blick über den Tellerrand zu bewahren.

Wir wollen künftig noch häufiger unverkrampft und mutig neue Wege gehen, uns auf Neues einlassen, voneinander lernen und mehr im Team zusammenarbeiten. Natürlich ist nicht alles eins zu eins von der Start-up-Mentalität auf ein Unternehmen wie Duravit übertragbar. Es ist trotzdem immer höchst inspirierend. Aus diesem Grund bin ich beispielsweise auch ein Beiratsmitglied bei FrontNow, einem Start-up, das Handelspartner für Food-Start-ups finden möchte. Das ist eine absolute Win-win-Situation, bei der die Newcomer von der Erfahrung verschiedener Unternehmenslenker profitieren. Wir dagegen lernen das modernste, digitale Arbeiten kennen und vor allem bekommen wir so Kontakt zu verschiedenen wirklich interessanten jungen Unternehmerpersönlichkeiten. Inhaltlich ist vom allgemeinen Austausch über Themen wie New Work bis hin zu ganz konkreten Kooperationen und Übernahmen von interessanten Technologien und Produkten alles dabei.

www.duravit.ch