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Das Knauf-Plugin Archicad 23 kann Architekten einige Arbeit abnehmen.

Nachdem Knauf bereits im Juli die aktuelle Version des BIM-Plugins für Revit 2020 veröffentlicht hat, zieht das Unternehmen wenige Wochen nach Veröffentlichung von Archicad 23 mit der entsprechenden Plugin-Variante nach. Planer und Architekten erhalten dadurch direkt innerhalb der Konstruktions- und Planungssoftware Archicad 23 Zugriff auf 4000 Decken-, Boden- und Wandsysteme und damit auf 4000 BIM-Objekte für die digitale Planung in Archicad 23.

«Das Plugin liefert mit einem Systemfinder, einer Garantie für Datenaktualität sowie einer Mengen- und Stücklistenfunktion echte Mehrwerte, die Planern und Architekten die Arbeit erleichtern und gleichzeitig die Bauqualität heben können», erklärt Matthias Uhl, Gründer und Geschäftsführer von Die Werkbank IT GmbH. Das von Die Werkbank IT GmbH zusammen mit Knauf entwickelte BIM-Plugin steht ab sofort in der aktuellen Version für Archicad 23 zum Download bereit.

Verbesserte Usability dank Systemfinder

Ein grundlegender Vorteil des Plugins ist, dass BIM-Objekte nicht mehr einzeln heruntergeladen werden müssen, sondern rund 4000 Decken-, Boden- und Wandsysteme als BIM-Daten für die Planung bereitstehen. Zudem unterstützt ein Systemfinder dabei, entsprechend den Planungsanforderungen das geeignete Knauf System zu ermitteln. Uhl: «Mit der Filterfunktion finden Planer und Architekten aus der Fülle der möglichen Lösungen immer die Systemvariante, die entsprechend der jeweilig hochspezifischen Planungsaufgabe die beste Antwort liefert. Dadurch verbessert das Plugin nicht nur den Workflow mit digitalen Bauteilen, sondern leistet einen Beitrag zu mehr Bauqualität.» Dem Experten zufolge erschließt das Plugin zusammen mit den Neuerungen von Archicad 23 ein neues Kapitel bei der Realisierung der integrierten Prozessplanung.

Nie wieder veraltete Daten

Einen weiteren Mehrwert bietet die Updatefunktion des Plugins. Sie verhindert, dass Planer und Architekten mit veralteten Daten arbeiten, die nicht mehr mit den Produkten und Bauteilen des Baustoffherstellers übereinstimmen, die aktuell im Sortiment geführt werden. «Beim digitalen Bauen kommt es nicht mehr ausschließlich auf die Qualität der Baustoffe und Bauprodukte an, die schlussendlich am Objekt verbaut werden, sondern nicht zuletzt auf die Qualität der digitalen Bauteile, mit denen der digitale Zwilling geplant wird. Einer der wichtigsten Aspekte dabei ist die Datenaktualität. Doch genau die können Baustoffhersteller teilweise nicht gewährleisten, weil sie keine Kontrolle über ihre veröffentlichten BIM-Objekte haben. Die Produktportfolien sind einerseits zu groß und andererseits ergeben sich zu häufig Änderungen etwa bei den Attributen von Bauteilen. Der Aufwand, der sich für Bauindustrie in Sachen Datenpflege ergibt, kann ressourcentechnisch häufig nicht abgebildet werden», erklärt Ali Riza Acer, leitender BIM-Manager bei Knauf.

Laut Acer setzt Knauf deshalb bei seiner BIM-Strategie auf das Single-Sourcing-Prinzip, bei dem BIM-Daten immer auf die beim Hersteller aktuell vorliegenden PIM-Daten Bezug nehmen. Ob einzelne BIM-Objekte, Datenbanken oder Plugin-Daten: Ändern sich Attribute oder Eigenschaften bei Bauteilen von Knauf erfolgt stets ein automatisches Update bei den von Knauf herausgegebenen BIM-Objekten, etwa im BIM-Plugin für Archicad 23.

Plugin analysiert und berechnet die geplanten Massen und Mengen

Eine Zusatzfunktion ist die detaillierte Mengen- beziehungsweise Stücklisten-Funktion. Das Tool analysiert auf Wunsch die im CAD-Plan verwendeten Knauf Systemvarianten und berechnet die geplanten Massen und Mengen der Bauplatten sowie die benötigten zusätzlichen Systemprodukte wie Profile, Schrauben oder Spachtelmassen.

www.bim-more.com

 

Über die Werkbank IT GmbH
Das IT-Unternehmen Die Werkbank IT GmbH wurde 1998 von Matthias Uhl gegründet. Mit der BIM-Infrastruktur «BIM & More» hat das Unternehmen eine komplette Toolchain für die Baustoff- und Bauproduktindustrie entwickelt, die effizient das gesamte Produktportfolio in herstellerspezifischen BIM-Content aufbereitet. Der zugrunde liegende Ansatz heißt «Real Single Sourcing»: Die BIM-Infrastruktur wird direkt an das Master Data Management (MDM) des Herstellers angebunden. Die Industrie ändert und pflegt Daten weiterhin nur im eigenen PIM-System.  Mit dem BIM-Publisher können Hersteller ihre BIM-Objekte selbst über individuelle Plugins sowie in allen relevanten BIM-Portalen veröffentlichen, sodass sie Planern und Architekten in den weltweit führenden CAD-Programmen zur Verfügung stehen. Größere Planungsbüros, GUs und GÜs nutzen die BIM-Infrastruktur «BIM & More» zudem für modellbasierte Mengen- und Kostenermittlungen in verschiedenen Projektphasen.